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Herzschlagen

von unserem neuen Album 𝗭𝗔𝗖𝗞! 𝗭𝗔𝗖𝗞! 𝗭𝗘𝗩𝗩𝗜𝗱𝗡𝗩, welches ab 04. Oktober 2019 auf CD, DVD, Doppel-Vinyl sowie als Stream und Download erhĂ€ltlich sein wird.

Musik: Dirk Zöllner, Stephan Salewski, Lars Kutschke, Oliver Klemp, David Skip Reinhart, Frank Fritsch
Worte: Andreas HÀhle, Dirk Zöllner
Kamera: Johanna Bergmann, Sven Nordmann
Schnitt: Johanna Bergmann
Ich bin Blut in deinem Blut
Wo es gefriert
In deinen Adern
Hast du mich okkupiert
Ich fĂŒhl dich ganz und gar
Ich weiß wer du bist
Und ich weiß, was ich dir sein will
Willst du nicht
Herzschlagen
Wohin wird es mich tragen
Ach dein Blut erstickt mein Blut
Es ist so kĂŒhl
Kein wildes Beben
Du bleibst sanft und still
Ich bin in dir erfroren
Mein Herz schlĂ€gt fĂŒr dich
Gefangen und verloren
Du hörst es nicht
Herzschlagen
Wohin wird es mich tragen
Herzschlagen
Es geht um Kopf und Kragen
Ich sterbe fĂŒr dich
Ich bin Blut in deinem Blut
Unter deiner Haut
Mein Herz in deinem Körper
Es schlÀgt so wund und laut
So wund und laut
So wund und laut
Herzschlagen
Wohin wird es mich tragen
Du hörst es nicht
Herzschlagen
Es geht um Kopf und Kragen
Ich sterbe fĂŒr dich
A&O Records 2019 // http://www.ao-records.de
Diese Geschichte geht zurĂŒck auf das Jahr 2011 – mein großes Getöcht hat die Idee, „Flugzeuge im Bauch“ von Herbert Grönemeyer, als Tochter-Vater-Duett fĂŒr unsere Musiktalkshow „CafĂ© GrĂ¶ĂŸenwahn“ zu inszenieren. Rubini hat sich ein interessantes Gesangsarrangement dafĂŒr ausgedacht, es gefĂ€llt mir so gut, dass wir den Titel auch gleich noch mal im Studio aufnehmen. Letztendlich kann ich aber keinen Gefallen an einer konventionellen Begleitung finden. Wenn ich schon mal das Lied eines anderen KĂŒnstlers singe und dann auch noch gemeinsam mit der geliebten Tochter, muss es schon etwas Besonderes sein! Der emotionale Text braucht in meinen Ohren Dissonanzen und ich will, Ă€hnlich wie beim Projekt „OSTENDE“ mit IC Falkenberg, das konservative harmonische GerĂŒst aufbrechen. DafĂŒr gilt es, einen entsprechenden Partner zu finden. Jemanden, der in der Lage ist, meinen abstrakten Grundintentionen zu folgen. Christoph Falckner, der Ziehsohn von Reinhard Lakomy, scheint mir hierfĂŒr geeignet, denn er beschenkte mich gerade zum Geburtstag mit einer absolut ĂŒberzeugenden Adaption von „Idylle im Krieg“. Die Gesangslinie des Zöllner/HĂ€hle – Hits ist komplett erhalten, aber die musikalische Begleitung hat mit dem Original absolut nichts mehr gemein. (Ich bin immer noch ĂŒberzeugt von dieser Version und sie wird irgendwann das Licht der Welt erblicken – dann, wenn ein wenig mehr Gras ĂŒber diese Geschichte gewachsen ist!) Jedenfalls will ich genau so etwas in der Art nun auch fĂŒr das Duett mit meiner Tochter. Ich offenbare Christoph meine Gedanken und er springt augenblicklich auf. Da wir uns noch nicht sehr lange kennen, ist mir nicht klar, was ich dem empfindsamen KĂŒnstler mit meiner Idee antue! Er taucht in die AbgrĂŒnde des magischen Textes hinab, bleibt allerdings derartig tief und lange darin hĂ€ngen, dass es ihn fast in den Wahnsinn treibt!
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Nach wenigen Tagen erhalte ich das Begleitarrangement fĂŒr die erste Strophe per E-mail. „Eiskalte Hand, mir graut vor dir!“ Ein harmonisches Massaker – nicht ein Akkord, der dem anderen gleicht. Das Pathos großer klassischer Werke verbunden mit den Dissonanzen wildester Jazzimprovisation. Ich bin einerseits voller Bewunderung fĂŒr das musikalische Genie, bekomme aber andererseits SchweißausbrĂŒche, so wie im Zirkus, wenn ich einen Artisten mit zwölf Kegeln jonglieren sehe. Am Telefon agiere ich diplomatisch und offenbare Christoph nur das einerseits.
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Noch am selbigen Abend treffen wir uns in einem Friedrichshainer Club. Mein sonst eher melancholisch wirkender neuer Freund ist hellwach. Er leuchtet. Ich musste an Klaus Kinski denken, wie er im Dokumentarfilm „Mein liebster Feind“ von Werner Herzog mit einem Schmetterling flirtet. Und so wie dort berĂŒhrt es mein Herz und ich muss Christoph unwillkĂŒrlich auf den Mund kĂŒssen. Ganz kurz scheint er zu erstarren, doch zwei, drei Sekunden spĂ€ter kĂŒsst er mich leidenschaftlich zurĂŒck. „Dit hab ick ja noch nie jemacht, noch nie hab ick ‘n Mann uff ’n Mund jekĂŒsst!“, skandiert er fröhlich. Auch ich muss lachen – seine puppenhafte Begleiterin gar nicht. Der Versuch eines LĂ€chelns gerĂ€t ihr zur Grimasse. Darauf erstmal einen Wodka-Lemon! Mein Freund hat ganz augenscheinlich wohl schon einige davon hinter sich – auf jeden Fall will er seine neue Erfahrung an diesem Abend noch mehrfach wiederholen. Ich habe nichts dagegen, Christoph befindet sich im GlĂŒcksrausch und ich werde mitgerissen! Unsere GesprĂ€che fĂŒhren in den Mikrokosmos der Musik und wir finden Worte und malen wilde Bilder fĂŒr die sonst so unaussprechbaren Emotionen. „Dit wird Weltniveau, dit hat’s noch nich jejeben, dit versprech ick dir!“ In Euphorie beteuern wir uns zwischendurch immer wieder gegenseitig unsere Liebe. Die unglĂ€ubig zuschauende Barby verlĂ€sst irgendwann das junge GlĂŒck – ihm ist es egal, mir erst recht. „War nur ’n Date, nĂŒscht von Bedeutung!“ Jeder von uns nimmt noch einen Eimer der hochprozentigen Droge zu sich, bevor wir das Morgengrauen in Richtung Heimat kreuzen.
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Diesmal dauert es zwei, drei Wochen bis ich das Arrangement fĂŒr den Refrain und die zweite, von Rubi gesungene Strophe erhalte. „Gib mir mein Herz zurĂŒck!“ Der Refrain gleicht einem Flugzeugabsturz, was mir durchaus gefĂ€llt, denn genau so fĂŒhlt es sich auch an, wenn man vom Thron der Liebe gestoßen wird. Es geht mir regelrecht durch den Magen. Genau genommen eher ein wenig tiefer. Das ist etwas, was wohl nur vom mĂ€nnlichen Geschlecht nachempfunden werden kann. In besonderen Situationen, beim Erschrecken, in Angstmomenten schlĂ€gt irgendetwas unterhalb der GĂŒrtellinie Kapriolen. Es ist wie ein Purzelbaum rĂŒckwĂ€rts. In Zeitlupe. FĂŒr eine Sekunde ist der Kontakt zum eigenen Gehirn unterbrochen und man hat dafĂŒr Kontakt zum Universum. So wie es auch im grĂ¶ĂŸten Moment der Lust geschieht, der in der Poesie nicht umsonst „kleiner Tod“ genannt wird. Es ist hier aber nicht die sĂŒĂŸe, sondern eher eine beklemmende Version – man ist sich fĂŒr einen kurzen Moment seiner Winzigkeit, seiner Bedeutungslosigkeit bewusst. Das ist gruselig. Ich denke, es handelt sich genau um dieses GefĂŒhl, welches Grönemeyer mit „Flugzeuge im Bauch“ umschreibt. Ich frage mich schon mein Leben lang, wie wohl das hodenlose Geschlecht selbiges empfindet?
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Nun gut. ZurĂŒck zur Sache: die zweite Strophe, in der Rubini die originale Melodielinie verlĂ€sst, geht in Christophs Arrangement auch jede Erinnerung daran verloren, um welchen Titel es sich hier ĂŒberhaupt handelt. Das geht zu weit, das ist Blasphemie! Hier ist ja die öffentliche Kreuzigung von mir und meiner Tochter vorprogrammiert! Ich ziehe mir eine Flasche Rotwein rein, bevor ich Christoph mit meiner Wahrheit konfrontiere. Am Telefon reagiert er schon auf das ĂŒbliche VorgeplĂ€nkel ĂŒberaus wortkarg und völlig abgerockt, ich befĂŒrchte, dass er seit unserer letzten Begegnung nicht mehr viel geschlafen hat. Ich ziehe alle Register der Diplomatie – ein wortreicher Monolog, denn von ihm ist so gut wie gar nichts mehr zu hören. Manchmal ein aufbegehrendes RĂ€uspern, oder ein extrem spaßfreies Kichern. Als ich ihm schließlich meine Ängste bezĂŒglich der zweiten Strophe offenbare, ist es totenstill am anderen Ende der Leitung. Ich bin fast der Überzeugung, dass er nun endlich eingeschlafen ist, da grĂ€tscht er mitten in meine lieblich ausformulierten Wortgebilde: „Deine Tochter singt dit eben scheiße!“. Und legt auf.
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Jeder Versuch ihn noch mal zu erreichen scheitert. Auch in den Tagen danach. Ein viertel Jahr spĂ€ter, als meine SchuldgefĂŒhle schon fast verblasst sind, schickt mir Christoph mitten in der Nacht ein komplett anderes Arrangement. Wieder bin ich vom Genie des KĂŒnstlers ergriffen. Es ist weniger opulent, aber leider wird sich auch hier nicht nur jeder Kulturbanause fragen, warum denn da irgendwelche Spaßvögelchen den Grönemeyertext dazwischenzwitschern. Das kann ich meiner Tochter nicht antun, es ist doch ihre allererste Studioaufnahme! Und meine Eitelkeit steht dieser gewagten Unternehmung ebenfalls im Wege. Sollte ich Christoph vielleicht empfehlen, die Nummer als neoklassisches Instrumentalwerk rauszubringen? Ich entscheide mich dafĂŒr, erst einmal zu schweigen. Etwa zwei Tage spĂ€ter werde ich von ihm mit Nachrichten per SMS bombardiert. Wieder erinnert es mich ganz stark an Klaus Kinski, aber diesmal an den anderen. Christoph öffnet die Schleusen und alles was sich an Unrat angesammelt hat, wird ĂŒber mich ergossen. Ich trage trotzdem ein sehr zĂ€rtliches GefĂŒhl fĂŒr ihn in meiner Brust, denn ich kann die ganze Verzweiflung zutiefst nachempfinden. Es ist so unglaublich schwierig, dem Göttlichen Gestalt zu geben. Obwohl wir es doch alle in uns tragen! Die sensibelsten der Menschenkinder können wahrlich daran zerbrechen. In Rat und Tat bin ich ganz routiniert, denn mir geht es oft auch gar nicht so gut, aber dieser Wucht habe ich nichts entgegen zu setzen. Ich lass alle Tiraden ĂŒber mich ergehen, und beschließe auch weiterhin zu schweigen. Was meinen liebsten Feind nicht daran hindert, im Laufe der nĂ€chsten Jahre weitere Wahnsinnsarrangements an mich zu senden. Er hat sich regelrecht am Thema verbissen und will es mir und sich selbst mit der Brechstange beweisen. Das Drama endet erst, als wir im Jahr 2016 endlich ein Video von „Flugzeuge im Bauch“ bei YouTube hochladen.
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Ich hatte die tragische Geschichte in intimer Runde zum besten gegeben und Marco Göpel, der Lichtdesigner unserer Band prĂ€sentierte mir wenige Tage spĂ€ter ein Arrangement im spartanischsten Elektropop und trifft damit genau meine Intentionen. Ein paar Töne, GerĂ€usche, Pausen. Völlige Einsamkeit. Genauso fĂŒhlt es sich an, wenn die Liebe verloren geht. Die 5 Jahre alten Gesangspuren bleiben – ganz einfach, weil es die ersten Aufnahmen meiner Tochter sind und sie sind zauberhaft. Und Christoph schweigt nun auch. Es tut mir wirklich leid – es war halt mal so ’ne Idee von mir!
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Die bei YouTube hochgeladene Variante von „Flugzeuge im Bauch“ polarisiert immer noch. Es gibt Menschen mit denen ich meine Euphorie fĂŒr das Arrangement teile, aber auch nicht wenige, die davon richtig genervt sind. Damit kann ich aber recht gut umgehen. Das Lied geht mir durch den Magen, so wie der ganze Streit mit Christoph und vor allem mein Liebesunfall mit der Mutter meiner Tochter Mimi. Das alles spiegelt sich in den gebrochenen KlĂ€ngen perfekt wieder. So wie im grandiosen Text von Herbert Grönemeyer.
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Auf jeden Fall hat es mich von Mitte 2012 bis 2015 komplett ausgehebelt – Schreibblockade! Nur mit Hilfe meines Freundes Andreas HĂ€hle kann ich Worte finden und das Zöllneralbum „In Ewigkeit“ fertig stellen. HĂ€hle tupft etwas Farbe in meine schwarz-weißen Welt und holt meinen Stolz aus der Gosse. „Still“ und „Wenn der Himmel mir am Arsch hĂ€ngt“ schreibt er im Alleingang. Bis ans Ende meines Lebens bin ich ihm dankbar fĂŒr die liebevolle Geduld und diese erste Hilfe! Musikalische Improvisationen sind mir ja vertraut, so etwas mach ich mit Gensi fast ein Leben lang. Bei der Songsuche. Bei den Texten habe ich das allerdings noch nie gemacht, die Wortakrobaten sind irgendwie noch einen ganzen Zacken komplizierter. Das Wort ist natĂŒrlich auch wesentlich intimer, am Ton und Klang kann man nicht so konkret festgenagelt werden. Leider bin ich auch nicht mehr in der Lage, die angefangenen Songs mit Rubini weiter zu entwickeln. In Zusammenarbeit mit Marco Göpel ist da einiges entstanden, was schließlich ĂŒber Jahre auf der Wartehalde liegt. Bis Marco schließlich abspringt. Rubis Mutter Abini spricht zwischenzeitlich – ob meiner Schreibblockade – bei unserem gemeinsamen alten Freundfeind Werner Karma vor und der Meister des deutschen Wortes lĂ€sst sich tatsĂ€chlich noch mal auf die Familie ein. Das Resultat ist begeisternd – jedenfalls fĂŒr mich – aber leider findet Rubini nicht den entsprechenden Zugang. Ungeachtet dessen mach ich mich an die Vertonung und bin irgendwann sehr zufrieden mit dem Resultat. Rubis Zweifel kann ich damit nicht ausrĂ€umen und ich fĂŒhle mich persönlich angegriffen, als sie erklĂ€rt, dass es sich hier wohl um eine Altersfrage handele. Unser Kind hat sich komplett abgenabelt, schreibt eigene Lieder und schraubt auf elternfernen Baustellen daran herum. Ich leide unter Phantomschmerzen!
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FĂŒnf wunderschöne Lieder schlummern somit in der Schublade vor sich dahin. Ich bin wieder von Karma infiziert. Er ist ein großer Geist, also logischerweise kein unkomplizierter Kollege. Wir haben es öfter sporadisch miteinander versucht und es fĂŒhrte leider immer zu einem abrupten Ende. Ich bin und bleibe einer seiner grĂ¶ĂŸten Fans, bin aber auch eitel. Das an Unfehlbarkeit grenzende Selbstbewusstsein des DichterfĂŒrsten beeintrĂ€chtigt mein Wohlbefinden. Immer einer! Die Änderung eines einzigen Wortes kann zu schwierigsten Auseinandersetzungen fĂŒhren, kommerzielle Misserfolge werden der Komposition zugeschrieben und hin und wieder werden, von mir geliebte Vertonungen schon im Vorfeld abgelehnt. Ich unterwerfe mich bis zur Schmerzgrenze. Aber was soll ich tun – er ist eben der Beste! FĂŒr mich. Im FrĂŒhjahr 2016 treffe ich ihn in einem Einkaufscenter, er sieht schlecht aus. Die singende Schauspielerin Anna Loos hat seine Texte abgelehnt, an denen er fast ein Jahr herumgebastelt hat. Ich baggere nun zwei Wochen an ihm herum, bis er mir diesen Schatz ĂŒberlĂ€sst. Nun also doch noch mal auf ein Neues: die Arbeit am Projekt „Dirk & Das GlĂŒck – Zöllner trifft Karma“ lĂ€uft in ungewohnter Harmonie!
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Werner Karma gibt mir also 14 Texte, die er eigentlich fĂŒr jemand anderen geschrieben hat und ich liebe jeden einzelnen davon. Es dauert keine zwei Monate bis alles vertont ist und wir spielen das Album ohne BlĂ€ser ein. Die Zöllner im Quintett, Dirk & Das GlĂŒck. Das GlĂŒck sind AndrĂ© Gensicke an den Keyboards, Oliver Klemp am Bass, Andreas Bayless an der Gitarre und Marcus Gorstein. Marcus spielt bei uns die Rolle des Multiinstrumentalisten, er singt, spielt Keyboard und Percussion. FĂŒr dieses Projekt sitzt er erstmals am Schlagzeug und er produziert das Album, so wie schon die beiden vorherigen Zöllneralben. Mein Freund AndrĂ© Drechsler gehört irgendwie auch dazu, er hat „Zwei Sonnen“ vertont und der Titel wird ein kleiner Hit – das heißt, er wird im Radio gespielt. Bei den Konzerten singen die Menschen mit: „Gott sucht Göttin!“.
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Trotzdem verkaufen wir nur 3.000 Alben und ich spĂŒre, dass es fĂŒr Werner sehr enttĂ€uschend ist. Die Band erlebt schöne und sehr erfolgreiche Konzerte mit diesem Programm, wir bekommen also ĂŒber diesen Weg den Lohn fĂŒr unsere Arbeit. Wir haben wirklich alles gegeben, Trailer und Videos produziert und ĂŒber eine unglaubliche Crowdfundingkampagne 20.000 Euro generiert. Unsere Freunde und Fans haben es uns dadurch ermöglicht, die Studiokosten, das Mastering, ein BĂŒhnenbild und sogar noch einen Promoter zu bezahlen. Ich stehe kurz vor dem Burnout und lass den Kontakt zum König des Wortes schleifen. Alte Bilder tauchen auf und ich habe Angst, dass er mir auflisten könnte, was ich so alles falsch mache. NatĂŒrlich plagen mich SchuldgefĂŒhle, ob meiner Feigheit vor einer EventualitĂ€t. Ich wĂŒnsche dem Mann und seinen tiefen kunstvollen Texten von ganzem Herzen den kommerziellen Erfolg. Die Aufmerksamkeit, die er im Land vor unserer Zeit erfuhr und die er dann noch mal mit dem Comeback von SILLY genießen konnte. Ich selbst bin eher auf der Suche nach dem 13. Ton und das reibt sich leider ein wenig mit der Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner, welcher sich die Musikverwurstungsindustrie verschrieben hat. Ich habe kein HĂ€ndchen fĂŒr Stangenware. Karma will jedenfalls nicht mehr fĂŒr mich schreiben, ich habe es bereits durch’s Bierglas gehört!
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Aber da sind ja noch diese Lieder fĂŒr Rubi, die in der Schublade vor sich hin schlummern! Die sind fĂŒr meine VerhĂ€ltnisse schon recht poppig geraten. Wenn mein Kind da nicht rankommt, könnte ich doch 
 ! Ich fahre also zwei Tage nach Dresden, um gemeinsam mit der Rhythmusgruppe an den Arrangements herum zu feilen. Wir haben einen richtig guten Lauf und ich bin sehr glĂŒcklich mit dem Resultat. Ich weiß, dass Karma die Ideen gerne im Vorstadium abnimmt, aber ich scheue mich davor, die Skizzen schon jetzt zu prĂ€sentieren. Denn ich habe da noch ein paar Zutaten im Kopf: BlĂ€ser, Chöre, Konfetti! Wir mĂŒssen schon noch ein wenig polieren, um dem einsamen Streiter mal so richtig Glanz ins Schreibexil zu bringen. Mal so richtig Sonne ins erkĂ€ltete Herz!
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Wir machen schließlich eine 5-tĂ€gige Livesession auf Schloss Röhrsdorf. Mit Pauken und Trompeten, alle Zöllner sind vor Ort! In den ersten drei Tagen nehmen wir nur die besagten fĂŒnf Songs auf. Wir haben sie richtig ausproduziert, also in Akrebie mit Overdubs und Lametta versehen. Die Inseln im aufschĂ€umenden Meer einer Livesession, die wir dann am vorletzten Tag abhalten. Wir spielen Ă€ltere Titel im neuen Arrangement direkt live ein, auch von meinen Soloalben sind welche dabei. Jeweils zwei bis drei Takes – der beste wird genommen! Am letzten Tag machen wir das vor Publikum, haben 30 Karten verkauft, womit wir einen Teil der Kosten abdecken können. Der Tag mit dem Publikum wird schließlich auch per Bild festgehalten. Wir sind in Topform und wollen die „ZACK! ZACK! ZESSIONS“ nicht nur als CD, sondern auch als DVD veröffentlichen. In Ton und Bild zeigen, dass DIE ZÖLLNER eine exellente Liveband sind. DarĂŒberhinaus drehen wir noch verschiedene Trailer und ein sehr aufwĂ€ndiges Video von einem der neuen Titel mit Karmatext. Er soll begeistert sein, ich möchte ihn damit wieder von mir ĂŒberzeugen! Beim Dreh wird eine Sequenz mit dem Handy mitgeschnitten und unser webmaster Kay veröffentlicht diese bei Facebook. Ich kann ihm keinerlei VorwĂŒrfe machen, denn er ist nicht eingeweiht – weiß nichts von meinem geplanten „Überraschungspaket“.
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Ich hĂ€tte nicht gedacht, dass der Meister des geschliffenen Wortes, der ja naturgemĂ€ĂŸ die hingerotzte GĂŒlle der sozialen Medien verachten muss, so gut verdrahtet ist. Bevor ich den Veröffentlichungsunfall selbst mitbekomme, trifft mich Gottes Zorn mit voller Wucht! Per E-mail. Werner ist echauffiert darĂŒber, dass ich mir die fĂŒr Rubi bestimmten Texte unter den Nagel gerissen habe. Und vor allem natĂŒrlich darĂŒber, dass er davon auf indirekten ĂŒber das Internet erfahren muss! Also vor vollendete Tatsachen gestellt wird. Telefonisch ist er fĂŒr mich nicht mehr zu erreichen und meinen schriftlichen ErklĂ€rungsversuchen begegnet er kĂŒhl. Er zeichnet mit seiner geĂŒbten Feder Charakterbilder von mir, die mich so verletzen, dass die TrĂ€nen fließen. Dass ich mal zu den sieben GrundĂŒbeln seines Universums gehören könnte, hĂ€tte ich nicht fĂŒr möglich gehalten. Vater, warum hast du mich verlassen!?
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Werner Karma macht von seinem Urheberrecht Gebrauch und untersagt uns per Einschreiben die Veröffentlichung der fĂŒnf besagten Titel. Wir haben massiv an Zeit, Geld und Liebe investiert. Das ursprĂŒngliche geplante Konzept des Albums ist zerstört und die Produktion muss abgebrochen werden. Ich bin komplett im Eimer. Ja, ich habe einen Fehler gemacht! Rubini, ihre Mutter Abini, meine Freundin Johanna – alle versuchen den zĂŒrnenden Dichter zu besĂ€nftigen. Er bleibt leider unerbittlich. Es gibt Niemanden in meinem Freundeskreis, der Werners extreme Reaktion nachvollziehen kann. Jeder, der mich kennt, weiß von meiner Liebe zu seinen Texten. Und davon, dass ich wie ein Besessener daran arbeite, sein Werk wĂŒrdig zu umrahmen. Dass ich seine Dichtkunst ĂŒber meine eigene stelle und diese Tatsache auch recht uneitel prĂ€sentiere. Bei jeder Gelegenheit. In Konzerten, bei Interviews, in meinen Kolumnen und BĂŒchern. Dass ich fĂŒr ihn sogar öffentlich Partei ergriff, als ihn der Streit mit SILLY seelisch erkranken ließ. Ich habe am Ende mit meiner LoyalitĂ€t gegenĂŒber Karma langjĂ€hrige Freundschaften eingebĂŒĂŸt.
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Die Geschichte von den verlorenen Liedern ist jedenfalls wochenlang das Hauptthema in meiner Familie. Dichterfreund HĂ€hle, ebenfalls Karmaverehrer, hört mit BestĂŒrzung davon. Er kennt die ins Netz geratene Sequenz, also den Auslöser des Dilemmas. Um mich ein wenig aufzuheitern, schickt er mir einen neuen Text, den er genau auf dieses Corpus delicti geschrieben hat und der meine beklemmende Situation persifliert. Aus „Herzscherben“ wird „Herzschlagen“. Ich nehme das Thema dankend auf und schicke eine Erweiterung zurĂŒck zu HĂ€hle. So geht es noch zwei, drei mal hin und her und ich singe den so entstandenen neuen Text einfach auf’s alte Playback.
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HĂ€hle. Mein geliebter Freund! Du hast das gemacht, als Du schon schwer krank warst. Hast mich therapiert, wĂ€hrend Dich die Chemotherapien dahinschwinden ließen. Es ist – verdammt noch mal! – unser letzter gemeinsamer Text. Und das ist mir mehr wert als all die verlorenen Worte des Anderen – so schön wie unsere Freundschaft können die gar nicht gewesen sein! Ich werde trotz allem immer respektvoll von dessen Werk sprechen. Ein Werk, welches uns Zöllnern Zeitlosigkeit gibt. Und von Dir, Du kleiner großer Poet, werden sehr viele Menschen noch sehr lange nach Deinem Tod sprechen, denn Du hattest – ĂŒber alle Worte hinaus – ein liebevolles Herz. Ich vermisse Dich!
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HERZSCHLAGEN

von unserem neuen Album 𝗭𝗔𝗖𝗞! 𝗭𝗔𝗖𝗞! 𝗭𝗘𝗩𝗩𝗜𝗱𝗡𝗩, welches ab 04. Oktober 2019 auf CD, DVD, Doppel-Vinyl sowie als Stream und Download erhĂ€ltlich sein wird.

Musik: Dirk Zöllner, Stephan Salewski, Lars Kutschke, Oliver Klemp, David Skip Reinhart, Frank Fritsch
Worte: Andreas HÀhle, Dirk Zöllner
Kamera: Johanna Bergmann, Sven Nordmann
Schnitt: Johanna Bergmann
Ich bin Blut in deinem Blut
Wo es gefriert
In deinen Adern
Hast du mich okkupiert
Ich fĂŒhl dich ganz und gar
Ich weiß wer du bist
Und ich weiß, was ich dir sein will
Willst du nicht
Herzschlagen
Wohin wird es mich tragen
Ach dein Blut erstickt mein Blut
Es ist so kĂŒhl
Kein wildes Beben
Du bleibst sanft und still
Ich bin in dir erfroren
Mein Herz schlĂ€gt fĂŒr dich
Gefangen und verloren
Du hörst es nicht
Herzschlagen
Wohin wird es mich tragen
Herzschlagen
Es geht um Kopf und Kragen
Ich sterbe fĂŒr dich
Ich bin Blut in deinem Blut
Unter deiner Haut
Mein Herz in deinem Körper
Es schlÀgt so wund und laut
So wund und laut
So wund und laut
Herzschlagen
Wohin wird es mich tragen
Du hörst es nicht
Herzschlagen
Es geht um Kopf und Kragen
Ich sterbe fĂŒr dich
A&O Records 2019 // http://www.ao-records.de
Diese Geschichte geht zurĂŒck auf das Jahr 2011 – mein großes Getöcht hat die Idee, „Flugzeuge im Bauch“ von Herbert Grönemeyer, als Tochter-Vater-Duett fĂŒr unsere Musiktalkshow „CafĂ© GrĂ¶ĂŸenwahn“ zu inszenieren. Rubini hat sich ein interessantes Gesangsarrangement dafĂŒr ausgedacht, es gefĂ€llt mir so gut, dass wir den Titel auch gleich noch mal im Studio aufnehmen. Letztendlich kann ich aber keinen Gefallen an einer konventionellen Begleitung finden. Wenn ich schon mal das Lied eines anderen KĂŒnstlers singe und dann auch noch gemeinsam mit der geliebten Tochter, muss es schon etwas Besonderes sein! Der emotionale Text braucht in meinen Ohren Dissonanzen und ich will, Ă€hnlich wie beim Projekt „OSTENDE“ mit IC Falkenberg, das konservative harmonische GerĂŒst aufbrechen. DafĂŒr gilt es, einen entsprechenden Partner zu finden. Jemanden, der in der Lage ist, meinen abstrakten Grundintentionen zu folgen. Christoph Falckner, der Ziehsohn von Reinhard Lakomy, scheint mir hierfĂŒr geeignet, denn er beschenkte mich gerade zum Geburtstag mit einer absolut ĂŒberzeugenden Adaption von „Idylle im Krieg“. Die Gesangslinie des Zöllner/HĂ€hle – Hits ist komplett erhalten, aber die musikalische Begleitung hat mit dem Original absolut nichts mehr gemein. (Ich bin immer noch ĂŒberzeugt von dieser Version und sie wird irgendwann das Licht der Welt erblicken – dann, wenn ein wenig mehr Gras ĂŒber diese Geschichte gewachsen ist!) Jedenfalls will ich genau so etwas in der Art nun auch fĂŒr das Duett mit meiner Tochter. Ich offenbare Christoph meine Gedanken und er springt augenblicklich auf. Da wir uns noch nicht sehr lange kennen, ist mir nicht klar, was ich dem empfindsamen KĂŒnstler mit meiner Idee antue! Er taucht in die AbgrĂŒnde des magischen Textes hinab, bleibt allerdings derartig tief und lange darin hĂ€ngen, dass es ihn fast in den Wahnsinn treibt!
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Nach wenigen Tagen erhalte ich das Begleitarrangement fĂŒr die erste Strophe per E-mail. „Eiskalte Hand, mir graut vor dir!“ Ein harmonisches Massaker – nicht ein Akkord, der dem anderen gleicht. Das Pathos großer klassischer Werke verbunden mit den Dissonanzen wildester Jazzimprovisation. Ich bin einerseits voller Bewunderung fĂŒr das musikalische Genie, bekomme aber andererseits SchweißausbrĂŒche, so wie im Zirkus, wenn ich einen Artisten mit zwölf Kegeln jonglieren sehe. Am Telefon agiere ich diplomatisch und offenbare Christoph nur das einerseits.
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Noch am selbigen Abend treffen wir uns in einem Friedrichshainer Club. Mein sonst eher melancholisch wirkender neuer Freund ist hellwach. Er leuchtet. Ich musste an Klaus Kinski denken, wie er im Dokumentarfilm „Mein liebster Feind“ von Werner Herzog mit einem Schmetterling flirtet. Und so wie dort berĂŒhrt es mein Herz und ich muss Christoph unwillkĂŒrlich auf den Mund kĂŒssen. Ganz kurz scheint er zu erstarren, doch zwei, drei Sekunden spĂ€ter kĂŒsst er mich leidenschaftlich zurĂŒck. „Dit hab ick ja noch nie jemacht, noch nie hab ick ‘n Mann uff ’n Mund jekĂŒsst!“, skandiert er fröhlich. Auch ich muss lachen – seine puppenhafte Begleiterin gar nicht. Der Versuch eines LĂ€chelns gerĂ€t ihr zur Grimasse. Darauf erstmal einen Wodka-Lemon! Mein Freund hat ganz augenscheinlich wohl schon einige davon hinter sich – auf jeden Fall will er seine neue Erfahrung an diesem Abend noch mehrfach wiederholen. Ich habe nichts dagegen, Christoph befindet sich im GlĂŒcksrausch und ich werde mitgerissen! Unsere GesprĂ€che fĂŒhren in den Mikrokosmos der Musik und wir finden Worte und malen wilde Bilder fĂŒr die sonst so unaussprechbaren Emotionen. „Dit wird Weltniveau, dit hat’s noch nich jejeben, dit versprech ick dir!“ In Euphorie beteuern wir uns zwischendurch immer wieder gegenseitig unsere Liebe. Die unglĂ€ubig zuschauende Barby verlĂ€sst irgendwann das junge GlĂŒck – ihm ist es egal, mir erst recht. „War nur ’n Date, nĂŒscht von Bedeutung!“ Jeder von uns nimmt noch einen Eimer der hochprozentigen Droge zu sich, bevor wir das Morgengrauen in Richtung Heimat kreuzen.
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Diesmal dauert es zwei, drei Wochen bis ich das Arrangement fĂŒr den Refrain und die zweite, von Rubi gesungene Strophe erhalte. „Gib mir mein Herz zurĂŒck!“ Der Refrain gleicht einem Flugzeugabsturz, was mir durchaus gefĂ€llt, denn genau so fĂŒhlt es sich auch an, wenn man vom Thron der Liebe gestoßen wird. Es geht mir regelrecht durch den Magen. Genau genommen eher ein wenig tiefer. Das ist etwas, was wohl nur vom mĂ€nnlichen Geschlecht nachempfunden werden kann. In besonderen Situationen, beim Erschrecken, in Angstmomenten schlĂ€gt irgendetwas unterhalb der GĂŒrtellinie Kapriolen. Es ist wie ein Purzelbaum rĂŒckwĂ€rts. In Zeitlupe. FĂŒr eine Sekunde ist der Kontakt zum eigenen Gehirn unterbrochen und man hat dafĂŒr Kontakt zum Universum. So wie es auch im grĂ¶ĂŸten Moment der Lust geschieht, der in der Poesie nicht umsonst „kleiner Tod“ genannt wird. Es ist hier aber nicht die sĂŒĂŸe, sondern eher eine beklemmende Version – man ist sich fĂŒr einen kurzen Moment seiner Winzigkeit, seiner Bedeutungslosigkeit bewusst. Das ist gruselig. Ich denke, es handelt sich genau um dieses GefĂŒhl, welches Grönemeyer mit „Flugzeuge im Bauch“ umschreibt. Ich frage mich schon mein Leben lang, wie wohl das hodenlose Geschlecht selbiges empfindet?
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Nun gut. ZurĂŒck zur Sache: die zweite Strophe, in der Rubini die originale Melodielinie verlĂ€sst, geht in Christophs Arrangement auch jede Erinnerung daran verloren, um welchen Titel es sich hier ĂŒberhaupt handelt. Das geht zu weit, das ist Blasphemie! Hier ist ja die öffentliche Kreuzigung von mir und meiner Tochter vorprogrammiert! Ich ziehe mir eine Flasche Rotwein rein, bevor ich Christoph mit meiner Wahrheit konfrontiere. Am Telefon reagiert er schon auf das ĂŒbliche VorgeplĂ€nkel ĂŒberaus wortkarg und völlig abgerockt, ich befĂŒrchte, dass er seit unserer letzten Begegnung nicht mehr viel geschlafen hat. Ich ziehe alle Register der Diplomatie – ein wortreicher Monolog, denn von ihm ist so gut wie gar nichts mehr zu hören. Manchmal ein aufbegehrendes RĂ€uspern, oder ein extrem spaßfreies Kichern. Als ich ihm schließlich meine Ängste bezĂŒglich der zweiten Strophe offenbare, ist es totenstill am anderen Ende der Leitung. Ich bin fast der Überzeugung, dass er nun endlich eingeschlafen ist, da grĂ€tscht er mitten in meine lieblich ausformulierten Wortgebilde: „Deine Tochter singt dit eben scheiße!“. Und legt auf.
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Jeder Versuch ihn noch mal zu erreichen scheitert. Auch in den Tagen danach. Ein viertel Jahr spĂ€ter, als meine SchuldgefĂŒhle schon fast verblasst sind, schickt mir Christoph mitten in der Nacht ein komplett anderes Arrangement. Wieder bin ich vom Genie des KĂŒnstlers ergriffen. Es ist weniger opulent, aber leider wird sich auch hier nicht nur jeder Kulturbanause fragen, warum denn da irgendwelche Spaßvögelchen den Grönemeyertext dazwischenzwitschern. Das kann ich meiner Tochter nicht antun, es ist doch ihre allererste Studioaufnahme! Und meine Eitelkeit steht dieser gewagten Unternehmung ebenfalls im Wege. Sollte ich Christoph vielleicht empfehlen, die Nummer als neoklassisches Instrumentalwerk rauszubringen? Ich entscheide mich dafĂŒr, erst einmal zu schweigen. Etwa zwei Tage spĂ€ter werde ich von ihm mit Nachrichten per SMS bombardiert. Wieder erinnert es mich ganz stark an Klaus Kinski, aber diesmal an den anderen. Christoph öffnet die Schleusen und alles was sich an Unrat angesammelt hat, wird ĂŒber mich ergossen. Ich trage trotzdem ein sehr zĂ€rtliches GefĂŒhl fĂŒr ihn in meiner Brust, denn ich kann die ganze Verzweiflung zutiefst nachempfinden. Es ist so unglaublich schwierig, dem Göttlichen Gestalt zu geben. Obwohl wir es doch alle in uns tragen! Die sensibelsten der Menschenkinder können wahrlich daran zerbrechen. In Rat und Tat bin ich ganz routiniert, denn mir geht es oft auch gar nicht so gut, aber dieser Wucht habe ich nichts entgegen zu setzen. Ich lass alle Tiraden ĂŒber mich ergehen, und beschließe auch weiterhin zu schweigen. Was meinen liebsten Feind nicht daran hindert, im Laufe der nĂ€chsten Jahre weitere Wahnsinnsarrangements an mich zu senden. Er hat sich regelrecht am Thema verbissen und will es mir und sich selbst mit der Brechstange beweisen. Das Drama endet erst, als wir im Jahr 2016 endlich ein Video von „Flugzeuge im Bauch“ bei YouTube hochladen.
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Ich hatte die tragische Geschichte in intimer Runde zum besten gegeben und Marco Göpel, der Lichtdesigner unserer Band prĂ€sentierte mir wenige Tage spĂ€ter ein Arrangement im spartanischsten Elektropop und trifft damit genau meine Intentionen. Ein paar Töne, GerĂ€usche, Pausen. Völlige Einsamkeit. Genauso fĂŒhlt es sich an, wenn die Liebe verloren geht. Die 5 Jahre alten Gesangspuren bleiben – ganz einfach, weil es die ersten Aufnahmen meiner Tochter sind und sie sind zauberhaft. Und Christoph schweigt nun auch. Es tut mir wirklich leid – es war halt mal so ’ne Idee von mir!
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Die bei YouTube hochgeladene Variante von „Flugzeuge im Bauch“ polarisiert immer noch. Es gibt Menschen mit denen ich meine Euphorie fĂŒr das Arrangement teile, aber auch nicht wenige, die davon richtig genervt sind. Damit kann ich aber recht gut umgehen. Das Lied geht mir durch den Magen, so wie der ganze Streit mit Christoph und vor allem mein Liebesunfall mit der Mutter meiner Tochter Mimi. Das alles spiegelt sich in den gebrochenen KlĂ€ngen perfekt wieder. So wie im grandiosen Text von Herbert Grönemeyer.
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Auf jeden Fall hat es mich von Mitte 2012 bis 2015 komplett ausgehebelt – Schreibblockade! Nur mit Hilfe meines Freundes Andreas HĂ€hle kann ich Worte finden und das Zöllneralbum „In Ewigkeit“ fertig stellen. HĂ€hle tupft etwas Farbe in meine schwarz-weißen Welt und holt meinen Stolz aus der Gosse. „Still“ und „Wenn der Himmel mir am Arsch hĂ€ngt“ schreibt er im Alleingang. Bis ans Ende meines Lebens bin ich ihm dankbar fĂŒr die liebevolle Geduld und diese erste Hilfe! Musikalische Improvisationen sind mir ja vertraut, so etwas mach ich mit Gensi fast ein Leben lang. Bei der Songsuche. Bei den Texten habe ich das allerdings noch nie gemacht, die Wortakrobaten sind irgendwie noch einen ganzen Zacken komplizierter. Das Wort ist natĂŒrlich auch wesentlich intimer, am Ton und Klang kann man nicht so konkret festgenagelt werden. Leider bin ich auch nicht mehr in der Lage, die angefangenen Songs mit Rubini weiter zu entwickeln. In Zusammenarbeit mit Marco Göpel ist da einiges entstanden, was schließlich ĂŒber Jahre auf der Wartehalde liegt. Bis Marco schließlich abspringt. Rubis Mutter Abini spricht zwischenzeitlich – ob meiner Schreibblockade – bei unserem gemeinsamen alten Freundfeind Werner Karma vor und der Meister des deutschen Wortes lĂ€sst sich tatsĂ€chlich noch mal auf die Familie ein. Das Resultat ist begeisternd – jedenfalls fĂŒr mich – aber leider findet Rubini nicht den entsprechenden Zugang. Ungeachtet dessen mach ich mich an die Vertonung und bin irgendwann sehr zufrieden mit dem Resultat. Rubis Zweifel kann ich damit nicht ausrĂ€umen und ich fĂŒhle mich persönlich angegriffen, als sie erklĂ€rt, dass es sich hier wohl um eine Altersfrage handele. Unser Kind hat sich komplett abgenabelt, schreibt eigene Lieder und schraubt auf elternfernen Baustellen daran herum. Ich leide unter Phantomschmerzen!
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FĂŒnf wunderschöne Lieder schlummern somit in der Schublade vor sich dahin. Ich bin wieder von Karma infiziert. Er ist ein großer Geist, also logischerweise kein unkomplizierter Kollege. Wir haben es öfter sporadisch miteinander versucht und es fĂŒhrte leider immer zu einem abrupten Ende. Ich bin und bleibe einer seiner grĂ¶ĂŸten Fans, bin aber auch eitel. Das an Unfehlbarkeit grenzende Selbstbewusstsein des DichterfĂŒrsten beeintrĂ€chtigt mein Wohlbefinden. Immer einer! Die Änderung eines einzigen Wortes kann zu schwierigsten Auseinandersetzungen fĂŒhren, kommerzielle Misserfolge werden der Komposition zugeschrieben und hin und wieder werden, von mir geliebte Vertonungen schon im Vorfeld abgelehnt. Ich unterwerfe mich bis zur Schmerzgrenze. Aber was soll ich tun – er ist eben der Beste! FĂŒr mich. Im FrĂŒhjahr 2016 treffe ich ihn in einem Einkaufscenter, er sieht schlecht aus. Die singende Schauspielerin Anna Loos hat seine Texte abgelehnt, an denen er fast ein Jahr herumgebastelt hat. Ich baggere nun zwei Wochen an ihm herum, bis er mir diesen Schatz ĂŒberlĂ€sst. Nun also doch noch mal auf ein Neues: die Arbeit am Projekt „Dirk & Das GlĂŒck – Zöllner trifft Karma“ lĂ€uft in ungewohnter Harmonie!
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Werner Karma gibt mir also 14 Texte, die er eigentlich fĂŒr jemand anderen geschrieben hat und ich liebe jeden einzelnen davon. Es dauert keine zwei Monate bis alles vertont ist und wir spielen das Album ohne BlĂ€ser ein. Die Zöllner im Quintett, Dirk & Das GlĂŒck. Das GlĂŒck sind AndrĂ© Gensicke an den Keyboards, Oliver Klemp am Bass, Andreas Bayless an der Gitarre und Marcus Gorstein. Marcus spielt bei uns die Rolle des Multiinstrumentalisten, er singt, spielt Keyboard und Percussion. FĂŒr dieses Projekt sitzt er erstmals am Schlagzeug und er produziert das Album, so wie schon die beiden vorherigen Zöllneralben. Mein Freund AndrĂ© Drechsler gehört irgendwie auch dazu, er hat „Zwei Sonnen“ vertont und der Titel wird ein kleiner Hit – das heißt, er wird im Radio gespielt. Bei den Konzerten singen die Menschen mit: „Gott sucht Göttin!“.
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Trotzdem verkaufen wir nur 3.000 Alben und ich spĂŒre, dass es fĂŒr Werner sehr enttĂ€uschend ist. Die Band erlebt schöne und sehr erfolgreiche Konzerte mit diesem Programm, wir bekommen also ĂŒber diesen Weg den Lohn fĂŒr unsere Arbeit. Wir haben wirklich alles gegeben, Trailer und Videos produziert und ĂŒber eine unglaubliche Crowdfundingkampagne 20.000 Euro generiert. Unsere Freunde und Fans haben es uns dadurch ermöglicht, die Studiokosten, das Mastering, ein BĂŒhnenbild und sogar noch einen Promoter zu bezahlen. Ich stehe kurz vor dem Burnout und lass den Kontakt zum König des Wortes schleifen. Alte Bilder tauchen auf und ich habe Angst, dass er mir auflisten könnte, was ich so alles falsch mache. NatĂŒrlich plagen mich SchuldgefĂŒhle, ob meiner Feigheit vor einer EventualitĂ€t. Ich wĂŒnsche dem Mann und seinen tiefen kunstvollen Texten von ganzem Herzen den kommerziellen Erfolg. Die Aufmerksamkeit, die er im Land vor unserer Zeit erfuhr und die er dann noch mal mit dem Comeback von SILLY genießen konnte. Ich selbst bin eher auf der Suche nach dem 13. Ton und das reibt sich leider ein wenig mit der Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner, welcher sich die Musikverwurstungsindustrie verschrieben hat. Ich habe kein HĂ€ndchen fĂŒr Stangenware. Karma will jedenfalls nicht mehr fĂŒr mich schreiben, ich habe es bereits durch’s Bierglas gehört!
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Aber da sind ja noch diese Lieder fĂŒr Rubi, die in der Schublade vor sich hin schlummern! Die sind fĂŒr meine VerhĂ€ltnisse schon recht poppig geraten. Wenn mein Kind da nicht rankommt, könnte ich doch 
 ! Ich fahre also zwei Tage nach Dresden, um gemeinsam mit der Rhythmusgruppe an den Arrangements herum zu feilen. Wir haben einen richtig guten Lauf und ich bin sehr glĂŒcklich mit dem Resultat. Ich weiß, dass Karma die Ideen gerne im Vorstadium abnimmt, aber ich scheue mich davor, die Skizzen schon jetzt zu prĂ€sentieren. Denn ich habe da noch ein paar Zutaten im Kopf: BlĂ€ser, Chöre, Konfetti! Wir mĂŒssen schon noch ein wenig polieren, um dem einsamen Streiter mal so richtig Glanz ins Schreibexil zu bringen. Mal so richtig Sonne ins erkĂ€ltete Herz!
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Wir machen schließlich eine 5-tĂ€gige Livesession auf Schloss Röhrsdorf. Mit Pauken und Trompeten, alle Zöllner sind vor Ort! In den ersten drei Tagen nehmen wir nur die besagten fĂŒnf Songs auf. Wir haben sie richtig ausproduziert, also in Akrebie mit Overdubs und Lametta versehen. Die Inseln im aufschĂ€umenden Meer einer Livesession, die wir dann am vorletzten Tag abhalten. Wir spielen Ă€ltere Titel im neuen Arrangement direkt live ein, auch von meinen Soloalben sind welche dabei. Jeweils zwei bis drei Takes – der beste wird genommen! Am letzten Tag machen wir das vor Publikum, haben 30 Karten verkauft, womit wir einen Teil der Kosten abdecken können. Der Tag mit dem Publikum wird schließlich auch per Bild festgehalten. Wir sind in Topform und wollen die „ZACK! ZACK! ZESSIONS“ nicht nur als CD, sondern auch als DVD veröffentlichen. In Ton und Bild zeigen, dass DIE ZÖLLNER eine exellente Liveband sind. DarĂŒberhinaus drehen wir noch verschiedene Trailer und ein sehr aufwĂ€ndiges Video von einem der neuen Titel mit Karmatext. Er soll begeistert sein, ich möchte ihn damit wieder von mir ĂŒberzeugen! Beim Dreh wird eine Sequenz mit dem Handy mitgeschnitten und unser webmaster Kay veröffentlicht diese bei Facebook. Ich kann ihm keinerlei VorwĂŒrfe machen, denn er ist nicht eingeweiht – weiß nichts von meinem geplanten „Überraschungspaket“.
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Ich hĂ€tte nicht gedacht, dass der Meister des geschliffenen Wortes, der ja naturgemĂ€ĂŸ die hingerotzte GĂŒlle der sozialen Medien verachten muss, so gut verdrahtet ist. Bevor ich den Veröffentlichungsunfall selbst mitbekomme, trifft mich Gottes Zorn mit voller Wucht! Per E-mail. Werner ist echauffiert darĂŒber, dass ich mir die fĂŒr Rubi bestimmten Texte unter den Nagel gerissen habe. Und vor allem natĂŒrlich darĂŒber, dass er davon auf indirekten ĂŒber das Internet erfahren muss! Also vor vollendete Tatsachen gestellt wird. Telefonisch ist er fĂŒr mich nicht mehr zu erreichen und meinen schriftlichen ErklĂ€rungsversuchen begegnet er kĂŒhl. Er zeichnet mit seiner geĂŒbten Feder Charakterbilder von mir, die mich so verletzen, dass die TrĂ€nen fließen. Dass ich mal zu den sieben GrundĂŒbeln seines Universums gehören könnte, hĂ€tte ich nicht fĂŒr möglich gehalten. Vater, warum hast du mich verlassen!?
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Werner Karma macht von seinem Urheberrecht Gebrauch und untersagt uns per Einschreiben die Veröffentlichung der fĂŒnf besagten Titel. Wir haben massiv an Zeit, Geld und Liebe investiert. Das ursprĂŒngliche geplante Konzept des Albums ist zerstört und die Produktion muss abgebrochen werden. Ich bin komplett im Eimer. Ja, ich habe einen Fehler gemacht! Rubini, ihre Mutter Abini, meine Freundin Johanna – alle versuchen den zĂŒrnenden Dichter zu besĂ€nftigen. Er bleibt leider unerbittlich. Es gibt Niemanden in meinem Freundeskreis, der Werners extreme Reaktion nachvollziehen kann. Jeder, der mich kennt, weiß von meiner Liebe zu seinen Texten. Und davon, dass ich wie ein Besessener daran arbeite, sein Werk wĂŒrdig zu umrahmen. Dass ich seine Dichtkunst ĂŒber meine eigene stelle und diese Tatsache auch recht uneitel prĂ€sentiere. Bei jeder Gelegenheit. In Konzerten, bei Interviews, in meinen Kolumnen und BĂŒchern. Dass ich fĂŒr ihn sogar öffentlich Partei ergriff, als ihn der Streit mit SILLY seelisch erkranken ließ. Ich habe am Ende mit meiner LoyalitĂ€t gegenĂŒber Karma langjĂ€hrige Freundschaften eingebĂŒĂŸt.
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Die Geschichte von den verlorenen Liedern ist jedenfalls wochenlang das Hauptthema in meiner Familie. Dichterfreund HĂ€hle, ebenfalls Karmaverehrer, hört mit BestĂŒrzung davon. Er kennt die ins Netz geratene Sequenz, also den Auslöser des Dilemmas. Um mich ein wenig aufzuheitern, schickt er mir einen neuen Text, den er genau auf dieses Corpus delicti geschrieben hat und der meine beklemmende Situation persifliert. Aus „Herzscherben“ wird „Herzschlagen“. Ich nehme das Thema dankend auf und schicke eine Erweiterung zurĂŒck zu HĂ€hle. So geht es noch zwei, drei mal hin und her und ich singe den so entstandenen neuen Text einfach auf’s alte Playback.
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HĂ€hle. Mein geliebter Freund! Du hast das gemacht, als Du schon schwer krank warst. Hast mich therapiert, wĂ€hrend Dich die Chemotherapien dahinschwinden ließen. Es ist – verdammt noch mal! – unser letzter gemeinsamer Text. Und das ist mir mehr wert als all die verlorenen Worte des Anderen – so schön wie unsere Freundschaft können die gar nicht gewesen sein! Ich werde trotz allem immer respektvoll von dessen Werk sprechen. Ein Werk, welches uns Zöllnern Zeitlosigkeit gibt. Und von Dir, Du kleiner großer Poet, werden sehr viele Menschen noch sehr lange nach Deinem Tod sprechen, denn Du hattest – ĂŒber alle Worte hinaus – ein liebevolles Herz. Ich vermisse Dich!
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DIE ZÖLLNER – Ich Kann Dich Nicht Riechen (2019)

Im September erscheint unser von Freunden, Fans und Sympathisanten ĂŒber Startnext finanziertes erstes Live-Album »ZACK! ZACK! ZESSIONS«. Als erste Single daraus prĂ€sentieren wir Euch mit  »Ich Kann Dich Nicht Riechen«  eine soulige Zöllner-Ballade.  Ab sofort bei Spotify, Apple Music, Deezer, iTunes und Amazon Music.

DIE ZÖLLNER – Ich Kann Dich Nicht Riechen (2019)

Im September erscheint unser von Freunden, Fans und Sympathisanten ĂŒber Startnext finanziertes erstes Live-Album »ZACK! ZACK! ZESSIONS«. Als erste Single daraus prĂ€sentieren wir Euch mit  »Ich Kann Dich Nicht Riechen«  eine soulige Zöllner-Ballade.  Ab sofort bei Spotify, Apple Music, Deezer, iTunes und Amazon Music.

Das geheime Album

Bei Songs, die nie auf einem Album veröffentlicht wurden, muss es sich nicht zwangslĂ€ufig um Schrott handeln. Manchmal passen sie einfach stilistisch nicht ins Konzept. Und gelegentlich gibt es schnell aufgenommene Demos, die extrem anders oder sogar besser als die letztendlich veröffentlichten Versionen sind. FĂŒr unsere Crowdfundingkampagne bei www.startnext.com/zackzackzessions haben wir 11 dieser gehobenen SchĂ€tze auf lediglich 10 Schallplatten pressen lassen. â–ș https://www.startnext.com/zackzackzessions

Seite A – DIE ZÖLLNER DEMOS

01. Gefesselt (Henn, Zöllner/Karma)
– erschien 2003 in anderer Version auf Zöllners Soloalbum „W.i.d.H?“; 2010 noch mal aufgenommen, wĂ€hrend der Arbeit am Album „Uferlos“
02. Ein Bisschen (Zöllner, Gensicke, Gorstein/ Zöllner, HÀhle)
– entstand 2014 bei der Produktion von „In Ewigkeit“
03. Tu Mir Weh (Zöllner/ Zöllner)
– Demoproduktion von 1994
04. Wir Halten Das Aus (Zöllner, Gensicke, Gorstein/ Zöllner, HÀhle)
– Demoaufnahme von 2013
05. Judaskuss (Gensicke/ Zöllner)
– Demoaufnahme von 2010; im trunkenen Zustand gesungen von Dirk Zöllner, AndrĂ© Gensicke und Christoph Falkner

Seite B – DIRK ZÖLLNER DEMOS

01. Flugzeuge Im Bauch (Grönemeyer)
– Duett mit Rubini Zöllner; Gesangsaufnahme von 2011, arrangiert von Marco Göpel 2016; als Video veröffentlicht
02. Idylle Im Krieg (Zöllner/ HÀhle)
– 2011 in dieser Urform von Christoph Falkner arrangiert; erschien schließlich im Bandarrangement auf „Uferlos“
03. Kein Anschluss (Zöllner/ Eger, Zöllner)
– vom unveröffentlichten Soloalbum „Zonaluna“ 1998
04. Du Bist Alles (Autorenangaben folgen)
– 2002 von Ingo Politz produziert
05. WĂŒstenblumen (Maser, Zöllner/ Karma)
– Demoaufnahme mit Thomas Maser von 2001
06. So Lang Ich Leb (Autorenangaben folgen)
– 2002 von Ingo Politz produziert

Das geheime Album

Bei Songs, die nie auf einem Album veröffentlicht wurden, muss es sich nicht zwangslĂ€ufig um Schrott handeln. Manchmal passen sie einfach stilistisch nicht ins Konzept. Und gelegentlich gibt es schnell aufgenommene Demos, die extrem anders oder sogar besser als die letztendlich veröffentlichten Versionen sind. FĂŒr unsere Crowdfundingkampagne bei www.startnext.com/zackzackzessions haben wir 11 dieser gehobenen SchĂ€tze auf lediglich 10 Schallplatten pressen lassen.

Seite A – DIE ZÖLLNER DEMOS

01-Gefesselt (Henn, Zöllner/Karma)
– erschien 2003 in anderer Version auf Zöllners Soloalbum „W.i.d.H?“; 2010 noch mal aufgenommen, wĂ€hrend der Arbeit am Album „Uferlos“
02. Ein Bisschen (Zöllner, Gensicke, Gorstein/ Zöllner, HÀhle)
– entstand 2014 bei der Produktion von „In Ewigkeit“
03. Tu Mir Weh (Zöllner/ Zöllner)
– Demoproduktion von 1994
04. Wir Halten Das Aus (Zöllner, Gensicke, Gorstein/ Zöllner, HÀhle)
– Demoaufnahme von 2013
05. Judaskuss (Gensicke/ Zöllner)
– Demoaufnahme von 2010; im trunkenen Zustand gesungen von Dirk Zöllner, AndrĂ© Gensicke und Christoph Falkner

Seite B – DIRK ZÖLLNER DEMOS

01. Flugzeuge Im Bauch (Grönemeyer)
– Duett mit Rubini Zöllner; Gesangsaufnahme von 2011, arrangiert von Marco Göpel 2016; als Video veröffentlicht
02. Idylle Im Krieg (Zöllner/ HÀhle)
– 2011 in dieser Urform von Christoph Falkner arrangiert; erschien schließlich im Bandarrangement auf „Uferlos“
03. Kein Anschluss (Zöllner/ Eger, Zöllner)
– vom unveröffentlichten Soloalbum „Zonaluna“ 1998
04. Du Bist Alles (Autorenangaben folgen)
– 2002 von Ingo Politz produziert
05. WĂŒstenblumen (Maser, Zöllner/ Karma)
– Demoaufnahme mit Thomas Maser von 2001
06. So Lang Ich Leb (Autorenangaben folgen)
– 2002 von Ingo Politz produziert
Seit Ostern lĂ€uft unsere Crowdfundingkampagne bei www.startnext.com/zackzackzessions und wir haben unser ehrgeiziges Ziel bereits 40 Tage vor Ablauf erreichen können. Allen bisherigen 232 UnterstĂŒtzern sei hier noch mal ausdrĂŒcklich gedankt. Die Produktion unseres Albums und der anhĂ€ngenden DVD ist abgesichert. Veröffentlicht wird im September.
Nun suchen wir nach den geeigneten Promotern, die unser neues Werk in die Welt tragen. Deshalb ist natĂŒrlich kein Euro, der uns ĂŒber das Ziel hinaustrĂ€gt, in irgendeiner Art und Weise verschenkt. Alles wird in die Verbreitung des Albums investiert! Ans Herz legen möchte ich Euch das ZÖLLNER-Songbuch „Texte, Noten, Anekdoten.“ Es gibt exklusiv fĂŒr unsere Kampagne eine erweiterte limitierte Auflage von 50 Exemplaren im edlen dunklen Hardcover und unserem Symbol darauf. Es sind nur noch 22 Exemplare da! Zu jedem der 45 Songs wird eine Geschichte erzĂ€hlt. Also auch fĂŒr nicht notenfeste Liebhaber unserer Musik von Gebrauchswert.
Zum anderen empfehlen ich die acht verbliebenen Schallplatten mit ZöllnerraritĂ€ten. Es ist kein Schrott der dort versammelt ist, sondern sehr gelungene Demos, bzw. ausproduzierte und nicht veröffentliche Songs. Es gibt zu jedem Vinyl ein Zertifikat, dass es sich wirklich um eines der auf 10 limitierten Exemplare handelt. Jeder der sich ein wenig auskennt, weiß, dass es sich hier sogar um eine lohnende Investition handeln kann, denn so etwas kann einen sehr hohen Sammlerwert erreichen! Genug gequatscht und geworben.
Wir freuen uns auf Euch. Vor allem auf die musikalische Supersonderlesung im August bei mir zu Hause und auf das Spezialreleasekonzert mit DIE ZÖLLNER 5 im September in meiner Heimat Köpenick. Bleibt gesund und in Liebe!

Euer Dirk Zöllner

Seit Ostern lĂ€uft unsere Crowdfundingkampagne bei www.startnext.com/zackzackzessions und wir haben unser ehrgeiziges Ziel bereits 40 Tage vor Ablauf erreichen können. Allen bisherigen 232 UnterstĂŒtzern sei hier noch mal ausdrĂŒcklich gedankt. Die Produktion unseres Albums und der anhĂ€ngenden DVD ist abgesichert. Veröffentlicht wird im September.
Nun suchen wir nach den geeigneten Promotern, die unser neues Werk in die Welt tragen. Deshalb ist natĂŒrlich kein Euro, der uns ĂŒber das Ziel hinaustrĂ€gt, in irgendeiner Art und Weise verschenkt. Alles wird in die Verbreitung des Albums investiert! Ans Herz legen möchte ich Euch das ZÖLLNER-Songbuch „Texte, Noten, Anekdoten.“ Es gibt exklusiv fĂŒr unsere Kampagne eine erweiterte limitierte Auflage von 50 Exemplaren im edlen dunklen Hardcover und unserem Symbol darauf. Es sind nur noch 22 Exemplare da! Zu jedem der 45 Songs wird eine Geschichte erzĂ€hlt. Also auch fĂŒr nicht notenfeste Liebhaber unserer Musik von Gebrauchswert.
Zum anderen empfehlen ich die acht verbliebenen Schallplatten mit ZöllnerraritĂ€ten. Es ist kein Schrott der dort versammelt ist, sondern sehr gelungene Demos, bzw. ausproduzierte und nicht veröffentliche Songs. Es gibt zu jedem Vinyl ein Zertifikat, dass es sich wirklich um eines der auf 10 limitierten Exemplare handelt. Jeder der sich ein wenig auskennt, weiß, dass es sich hier sogar um eine lohnende Investition handeln kann, denn so etwas kann einen sehr hohen Sammlerwert erreichen! Genug gequatscht und geworben.
Wir freuen uns auf Euch. Vor allem auf die musikalische Supersonderlesung im August bei mir zu Hause und auf das Spezialreleasekonzert mit DIE ZÖLLNER 5 im September in meiner Heimat Köpenick. Bleibt gesund und in Liebe!

Euer Dirk Zöllner

DIE ZÖLLNER 5 | UNPLUGGED IN BERLIN | 21. September 2019

Wir haben mit unserer Crowdfundingaktion auf www.startnext.com/zackzackzessions die Schallgrenze von 18.000 Euro ĂŒberwunden. Damit können wir nun die Gesamtproduktion unseres neuen Albums und der DVD abdeckeln. Danke, Ihr seid die Schönsten! Wir sind begeistert, euphorisch und ĂŒberglĂŒcklich, so viel UnterstĂŒtzung fĂŒr UNSER GEMEINSAMES Projekt zu erfahren. Danke auch nochmal fĂŒr Eure zahlreichen Ideen und VorschlĂ€ge zu möglichen weiteren „Dankeschöns“, die wir in der Kampagne anbieten könnten. Wir haben uns bemĂŒht, immer wieder neue, interessante und vor allem exklusive „Dankeschöns“ zu prĂ€sentieren und eure Resonanz in den letzten Wochen zeigt uns, dass wir damit auch nicht so ganz daneben lagen.
Und inspiriert von Euch legen wir selbstverstĂ€ndlich nach, mit einem ganz besonderen „Dankeschön“-Highlight. Ein spezielles und hoffentlich einmaliges Konzerterlebnis: DIE ZÖLLNER 5 | UNPLUGGED IN BERLIN.
Am 21. September 2019 geben DIE ZÖLLNER in der klassischen 5’er-Besetzung ein exklusives Unplugged-Konzert in der Galerie Jammin, inmitten der schönen Köpenicker Altstadt. Aber aufgepasst – die Anzahl der verfĂŒgbaren Tickets ist auf 40 begrenzt. Also, schnell sein lohnt sich! Hier geht es zu den Tickets: www.startnext.com/zackzackzessions

DIE ZÖLLNER 5 |

UNPLUGGED IN BERLIN | 21. September 2019

Wir haben mit unserer Crowdfundingaktion auf www.startnext.com/zackzackzessions die Schallgrenze von 18.000 Euro ĂŒberwunden. Damit können wir nun die Gesamtproduktion unseres neuen Albums und der DVD abdeckeln. Danke, Ihr seid die Schönsten! Wir sind begeistert, euphorisch und ĂŒberglĂŒcklich, so viel UnterstĂŒtzung fĂŒr UNSER GEMEINSAMES Projekt zu erfahren. Danke auch nochmal fĂŒr Eure zahlreichen Ideen und VorschlĂ€ge zu möglichen weiteren „Dankeschöns“, die wir in der Kampagne anbieten könnten. Wir haben uns bemĂŒht, immer wieder neue, interessante und vor allem exklusive „Dankeschöns“ zu prĂ€sentieren und eure Resonanz in den letzten Wochen zeigt uns, dass wir damit auch nicht so ganz daneben lagen.
Und inspiriert von Euch legen wir selbstverstĂ€ndlich nach, mit einem ganz besonderen „Dankeschön“-Highlight. Ein spezielles und hoffentlich einmaliges Konzerterlebnis: DIE ZÖLLNER 5 | UNPLUGGED IN BERLIN.
Am 21. September 2019 geben DIE ZÖLLNER in der klassischen 5’er-Besetzung ein exklusives Unplugged-Konzert in der Galerie Jammin, inmitten der schönen Köpenicker Altstadt. Aber aufgepasst – die Anzahl der verfĂŒgbaren Tickets ist auf 40 begrenzt. Also, schnell sein lohnt sich! Hier geht es zu den Tickets: www.startnext.com/zackzackzessions

Das ZÖLLNER-Songbuch (2019) | Texte – Noten – Anekdoten

Es ist vielleicht nicht ganz so bekannt, wie das berĂŒhmte Bernsteinzimmer, aber auch das ZÖLLNER-Songbuch, war schon kurz nach seinem Erscheinen und der ersten und einzigen Auflage im Jahre 2009 wieder von der „BuchflĂ€che“ verschwunden und galt seitdem als verschollen. Aufgrund der vielen Nachfragen, die uns in den letzten Jahren immer wieder dazu erreichten, haben wir uns entschlossen, dieses Werk im Rahmen unserer Crowdfunding-Kampagne als limitierte Version neu aufzulegen und dabei natĂŒrlich auch noch ein bisschen zu veredeln. 
Dies war allerdings leichter gedacht, als getan, denn im Laufe der vielen Jahre war leider auch die Druckvorlage verschwunden. Das Einzige, das noch vorhanden war, war eine ziemlich rudimentĂ€re Entwurfsversion und eine große Kiste mit einzelnen Texten, NotenblĂ€ttern und Bildern, welche Denise glĂŒcklicherweise noch auf ihrem digitalen Dachboden aufbewahrt hatte. Da waren sie also, unsere drei Probleme – kein Druckmaster, kein originales Buch und keiner da, der sich bis dahin an eine Wiederherstellung der Druckvorlage des Songbuches herangetraut hatte.

Aber Probleme sind ja bekanntlich dazu da, gelöst zu werden und so fasste sich Aimo Kobert ein Herz und machte sich mit UnterstĂŒtzung von Denise, Gensi und Dirk, in akribischer Kleinarbeit an die Restauration der Druckvorlage fĂŒr das originale ZÖLLNER-Songbuch. Nach mehreren Wochen und vielen langen Abenden einsamer Puzzlearbeit war es dann endlich soweit – das ZÖLLNER-Songbuch von 2009 war wiederhergestellt. Aber mit einer bloßen Wiederherstellung dieser Werkssammlung aus zwanzig Jahren ZÖLLNER-Geschichte wollten wir uns dann am Ende doch nicht zufriedengeben, denn wo bleiben dann die letzten zehn Jahre Zöllnerei? Also beschlossen wir, das originale Songbuch ZACK! ZACK! um einige markante und prĂ€gende Songs aus den letzten zehn Jahren ZÖLLNER-Historie zu ergĂ€nzen: Gensi schrieb per Hand die NotenblĂ€tter, Johanna und Dirk stĂŒrzten sich kopfĂŒber in ihre digitalen Fotokisten und suchten nach passenden Bildern zu den neuen Songs. Dirk erzĂ€hlte seinem Freund Aimo die Geschichten ĂŒber und um die ausgewĂ€hlten Songs herum und dieser schrieb und schrieb und 
 schuf die Fortsetzung des beliebten Buches.

Und da ist es nun: Das ZÖLLNER-Songbuch 2019, bestehend aus dem originalen ZÖLLNER-Songbuch aus dem Jahr 2009 und der Erweiterung aus Texten, Noten und Anekdoten der jĂŒngeren Vergangenheit. Und das sind die neuen Songs: Zwei Sonnen, Leicht sein, Bleifrei, Neue Wege, Herzwinter, In Ewigkeit und Herzschlagen.

Das ZÖLLNER-Songbuch 2019 ist eine auf 50 Exemplare limitierte und nummerierte Sonder-Ausgabe, die im edlen Hardcover daherkommt und in dieser Form ausschließlich im Rahmen unserer ZACK! ZACK! Zessions-Kampagne auf Startnext erhĂ€ltlich ist. Wenn weg, dann weg.

Zur Feier dieser Neuauflage wird es eine private Lesung bei Kerzenschein am großen Tisch in Köpenick geben. Es gibt nur 13 PlĂ€tze, schnell sein könnte sich lohnen. Infos zu Buch und Lesung findet ihr auf
â–ș www.startnext.com/zackzackzessions.

Das ZÖLLNER-Songbuch (2019) |

Texte – Noten – Anekdoten

Es ist vielleicht nicht ganz so bekannt, wie das berĂŒhmte Bernsteinzimmer, aber auch das ZÖLLNER-Songbuch, war schon kurz nach seinem Erscheinen und der ersten und einzigen Auflage im Jahre 2009 wieder von der „BuchflĂ€che“ verschwunden und galt seitdem als verschollen. Aufgrund der vielen Nachfragen, die uns in den letzten Jahren immer wieder dazu erreichten, haben wir uns entschlossen, dieses Werk im Rahmen unserer Crowdfunding-Kampagne als limitierte Version neu aufzulegen und dabei natĂŒrlich auch noch ein bisschen zu veredeln. 
Dies war allerdings leichter gedacht, als getan, denn im Laufe der vielen Jahre war leider auch die Druckvorlage verschwunden. Das Einzige, das noch vorhanden war, war eine ziemlich rudimentĂ€re Entwurfsversion und eine große Kiste mit einzelnen Texten, NotenblĂ€ttern und Bildern, welche Denise glĂŒcklicherweise noch auf ihrem digitalen Dachboden aufbewahrt hatte. Da waren sie also, unsere drei Probleme – kein Druckmaster, kein originales Buch und keiner da, der sich bis dahin an eine Wiederherstellung der Druckvorlage des Songbuches herangetraut hatte.

Aber Probleme sind ja bekanntlich dazu da, gelöst zu werden und so fasste sich Aimo Kobert ein Herz und machte sich mit UnterstĂŒtzung von Denise, Gensi und Dirk, in akribischer Kleinarbeit an die Restauration der Druckvorlage fĂŒr das originale ZÖLLNER-Songbuch. Nach mehreren Wochen und vielen langen Abenden einsamer Puzzlearbeit war es dann endlich soweit – das ZÖLLNER-Songbuch von 2009 war wiederhergestellt. Aber mit einer bloßen Wiederherstellung dieser Werkssammlung aus zwanzig Jahren ZÖLLNER-Geschichte wollten wir uns dann am Ende doch nicht zufriedengeben, denn wo bleiben dann die letzten zehn Jahre Zöllnerei? Also beschlossen wir, das originale Songbuch ZACK! ZACK! um einige markante und prĂ€gende Songs aus den letzten zehn Jahren ZÖLLNER-Historie zu ergĂ€nzen: Gensi schrieb per Hand die NotenblĂ€tter, Johanna und Dirk stĂŒrzten sich kopfĂŒber in ihre digitalen Fotokisten und suchten nach passenden Bildern zu den neuen Songs. Dirk erzĂ€hlte seinem Freund Aimo die Geschichten ĂŒber und um die ausgewĂ€hlten Songs herum und dieser schrieb und schrieb und 
 schuf die Fortsetzung des beliebten Buches.

Und da ist es nun: Das ZÖLLNER-Songbuch 2019, bestehend aus dem originalen ZÖLLNER-Songbuch aus dem Jahr 2009 und der Erweiterung aus Texten, Noten und Anekdoten der jĂŒngeren Vergangenheit. Und das sind die neuen Songs: Zwei Sonnen, Leicht sein, Bleifrei, Neue Wege, Herzwinter, In Ewigkeit und Herzschlagen.

Das ZÖLLNER-Songbuch 2019 ist eine auf 50 Exemplare limitierte und nummerierte Sonder-Ausgabe, die im edlen Hardcover daherkommt und in dieser Form ausschließlich im Rahmen unserer ZACK! ZACK! Zessions-Kampagne auf Startnext erhĂ€ltlich ist. Wenn weg, dann weg.

Zur Feier dieser Neuauflage wird es eine private Lesung bei Kerzenschein am großen Tisch in Köpenick geben. Es gibt nur 13 PlĂ€tze, schnell sein könnte sich lohnen. Infos zu Buch und Lesung findet ihr auf
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ZACK! ZACK! ZESSIONS | Das neue Album – jetzt auf Startnext

ZACK! ZACK! ZESSIONS|
Das neue Album – jetzt auf Startnext

Liebe Fans, Freunde und Sympathisanten der ZÖLLNER! Die Produktion unseres neuen Albums und der zugehörigen DVD geht nun endlich in die entscheidende Phase und dabei brauchen wir auch wieder Eure UnterstĂŒtzung. DafĂŒr könnt ihr live und hautnah dabei sein! Im April 2019 starteten wir auf der Crowdfunding-Plattform STARTNEXT unsere Kampagne „ZACK! ZACK! ZESSIONS“, bei der Ihr den Verlauf der Produktion unseres neuen Albums und der DVD verfolgen und begleiten könnt. Wir wĂŒrden uns sehr freuen, wenn Ihr dieses Projekt zu unserem gemeinsamen Projekt machen wĂŒrdet und es gemeinsam mit der Band und den vielen Akteuren im Hintergrund, zum Erfolg fĂŒhrt!
Aber was ist eigentlich STARTNEXT und wie funktioniert das?
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Einige von Euch werden STARTNEXT schon von unserer letzten Crowdfunding-Kampagne im Rahmen der Produktion von „Dirk und das GlĂŒck“ kennen. STARTNEXT ist die grĂ¶ĂŸte Crowdfunding-Plattform fĂŒr Ideen, Projekte und Startups im deutschsprachigen Raum, auf der u.a. auch KĂŒnstler und Bands mit ihren Fans und UnterstĂŒtzern gemeinsam ihre Ideen, wie z.B. die Produktion eines neuen Albums, starten und finanzieren. Alle die möchten, dass diese Idee Wirklichkeit wird, können das Projekt dabei dann auch finanziell unterstĂŒtzen. Die UnterstĂŒtzer können sich entweder eine „Gegenleistung“ aus einer Vielzahl von Dankeschöns auswĂ€hlen oder die Idee der Kampagne auch einfach mit einem frei wĂ€hlbaren Betrag unterstĂŒtzen.
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Wir bieten Euch in unserer „ZACK! ZACK! ZESSIONS“-Kampagne aber nicht nur die neue CD und DVD als Dankeschön an sondern auch noch viele individuelle und einmalige SammlerstĂŒcke aus dem Hause ZÖLLNER. Das reicht von signierten CDs und Fotos, ĂŒber handgeschriebene Songtexte, bis hin zu VIP-Konzerttickets und Teilnahme an einer Pre-Release-Party und noch viele andere schöne Dinge mehr – lasst Euch einfach ĂŒberraschen!
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Das Crowdfunding auf STARTNEXT funktioniert ĂŒbrigens nach dem „Alles-oder-nichts-Prinzip“. Das heißt, die Starter bekommen das Geld nur ausgezahlt, wenn das gestellte Fundingziel erreicht wird – wenn das wider Erwarten nicht der Fall sein sollte, geht das Geld natĂŒrlich an die UnterstĂŒtzer zurĂŒck, so dass Eure finanzielle UnterstĂŒtzung vollkommen risikolos ist.
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ZusĂ€tzlich zu den Dankeschöns erhaltet Ihr regelmĂ€ĂŸig Neuigkeiten zu unserem gemeinsamen Projekt und seid somit immer auf dem Laufenden!
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Wir freuen uns darauf, zusammen mit Euch unser gemeinsames Projekt zu einem emotionalen und erfolgreichen Erlebnis fĂŒr uns alle zu machen! Seid‘ dabei und werdet ein Teil von „ZACK! ZACK! ZESSIONS“!

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Eure ZÖLLNER